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New Mexico stellt sich vor  

Viele Wege führen durch New Mexico. Vor langer Zeit durchzogen die Ureinwohner die weiten Prärien des Westens, doch mit der Ankunft des Weißen Mannes nahm die Geschichte Amerikas einen neuen Verlauf. Jahrhundertelang war der Camino Real Gastgeber für tausende von spanischen Expeditionen. Später beförderte der Santa Fe Trail einen beträchtlichen Einwanderungsstrom aus dem Osten. Vor Millionen von Jahren, bevor der größte Teil New Mexicos sich über ein prähistorisches Meer erhob, hinterließen Dinosaurier
ihre Spuren entlang der Sandstrände und schufen somit die
ersten Wege. Nachdem die Dinosaurier verschwanden und das
Gletschereis schmolz, das unsere eindrucksvolle Landschaft gestaltete, entdeckten die Clovis-Paleo Indianer gegen 10.000
vor unserer Zeitrechnung die Prärien im Osten von New Mexico.
Später verteilten sich in Einwanderungswellen Indianerstämme
über den Staat und bauten stadtähnliche Siedlungen an Orten
wie Chaco, Bandelier und Puye auf.

Ghost Ranch - New Mexico Department of Tourism, Jim Orr


Um das Jahr 1000 nach Christus gründeten die Ancestral Pueblo ("Anasazi") im Nordwesten und die Mogollön im Südwesten hoch entwickelte Agrargesellschaften. Während die Vlogollön scheinbar ganz verschwanden, verließen die Ancestral Pueblo ihre Siedlungen, um Pueblo-Dörfer entlang des Rio Grande zu errichten. Die letzten Indianer kamen gegen 1500 in diesem Gebiet an und sie schlössen die Athapascan-Stämme, d.h. die Apachen und die Navajo-Stämme, mit ein.

Der spanische Forschungsreisende Francisco Väzquez de Coronado war einer der ersten Europäer, der im Jahre 1540 New Mexico zu Gesicht bekam. Coronado war auf der Suche nach den 'Sieben Städten von Cibola', der Legende nach ein Land des Goldes. Aber er fand nur Pueblo-Dörfer aus Lehm, die in der Sonne New Mexicos glitzerten.

Die erste Kolonisation wurde Don Jüan de Onate übertragen. Er führte eine Expedition an, die mehr als 6 km lang war, und 1598 gründete er die erste Hauptstadt bei San Gabriel in der Nähe von Espahola. Während Onates Expedition ein finanzieller Misserfolg war, schlugen die Siedler tiefe Wurzeln, die heute noch allgegenwärtig sind. Später, im Jahre 1607, gründete Don Pedro de Peralta Santa Fe als die Hauptstadt.

Die Indianervölker, angeführt von Popé aus dem San Jüan Pueblo, lehnten sich im Jahre 1680 auf und vertrieben die Spanier in den Süden nach El Paso, Texas. Nach 12 Jahren kamen die Spanier wieder, angeführt von Don Diego de Vargas.

Ein weiterer wichtiger Abschnitt in der Geschichte New Mexicos begann, als Mexiko 1821 die Unabhängigkeit von Spanien erlangte. Mexiko fing sofort den Handel mit den Vereinigten Staaten an und Scharen von Amerikanern kamen über den Santa Fe Trail hierher. Stephen Watts Kearny erklärte 1848 während des Mexikanischen Krieges New Mexico zu amerikanischem Gebiet. Während des Bürgerkrieges kämpften später Soldaten aus New Mexico gegen die Konföderierten am Apache Pass und in Valverde, um New Mexico als freies Gebiet erhalten zu können.

Die Ankunft der Eisenbahn im letzten Jahrhundert war der zündende Funken für einen weiteren kommerziellen Boom. Über Nacht wurden die Prärien im Südosten in riesige Rinderreiche verwandelt, und Rivalitäten zwischen den Unternehmern heizte Konflikte an wie z.B. den Lincoln County Krieg, der Billy the Kid und seine Legende hervorbrachte.

Die Chiricahua Apachen, die von Cochise, Mangas Coloradas, Victorio und dem mächtigen Geronimo angeführt wurden, um nur einige zu nennen, zogen plündernd und mordend durch das mexikanische Sonora, den Süden von Arizona und den Südwesten von New Mexico. Sie waren auf einem Rachefeldzug — zurückzuführen auf die Ungerechtigkeiten, die ihrem Volk angetan worden waren. Tausende von Truppen der U.S. Kavallerie machten Jagd auf diese kleine Bande abtrünniger Apachen, bis 1886 Geronimo schließlich ausgeliefert wurde.

New Mexico erlangte am 6. Januar 1912 die Zugehörigkeit zu den Vereinigten Staaten. Bürger New Mexicos trugen zu vielen denkwürdigen großen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts bei, von denen einige die Abfolge des Zweiten Weltkrieges beeinflußten. Das U.S. Militär stellte Navajo "code talkers" ein, die ihre eigene Sprache als Code-Sprache benutzten, da sie nicht von den Japanern dechiffriert werden konnte. Zusätzlich dazu fand das streng geheime Manhattan Projekt in Los Alamos statt und die erste Atomexplosion wurde am 16. Juli 1945 in Trinity Site ausgelöst. Wenig später wurden zwei Atombomben über Japan abgeworfen und der Krieg kam zu seinem Ende.

Heute fährt New Mexico damit fort Menschen anzuziehen, und zwar mit seinem riesigen blauen Himmel und den vielen Sonnentagen.

Fakten:
Fläche: 314.334 qkm.
Bevölkerungszahl: 1.894.300 (2004).
Bevölkerungsdichte: 6,0 pro qkm.
Hauptstadt: Santa Fé. Einwohner: 67.600 (2004).
Ortszeit: MEZ - 8 (UTC - 7);
April bis Oktober: MEZ - 7 (UTC - 6).
Bekannte Städte & Orte: Acoma Pueblo, Alamogordo, Albuquerque, Carlsbad, El Paso,
Gallup, Las Cruces, Los Alamos, Roswell, Santa Fe, Silver City, Taos und City of Rocks State Park

Sich zurechtfinden:
Nehmen Sie sich die Zeit und reden Sie mit Leuten aus New Mexico über Ihr Interesse an ihrem Staat. Traditionelle spanische und indianische Vereine legen, sehr viel Wert auf Achtung und Höflichkeit. In New Mexico klarzukommen ist so einfach wie das Zurückgeben dieser Werte an die Bevölkerung New Mexicos.

Denken Sie daran, daß die Pueblos und die Stammesreservate souveräne Nationen sind und ein eigenständiger Kulturkreis. Hier gelten andere Gesetze. In den meisten Situationen können Ihnen die Leute um Sie herum ein Beispiel für angebrachtes Verhalten geben. Auch die folgenden Richtlinien können sehr hilfreich sein:
• Jeder Stamm hat seine eigene Regierung und eine eigene Touristenordnung. Man legt Wert auf gesunden Menschenverstand, Kontinuität und Achtung. Bitte beachten Sie alle Gesetze, wenn Sie ein Reservat oder ein Pueblo besuchen.
• Die Stämme achten ihre Traditionen, Bräuche und Religion sehr.
Bestimmte Handlungsweisen und/oder Fragen können verletzend sein. Stammestänze sind religiöse Zeremonien und keine Touristenaufführungen. Es ist eine Ehre, Teil einer solchen Veranstaltung zu sein. Seien Sie bitte leise, applaudieren Sie nicht und bitte fassen Sie die Tänzer nicht an.
• Die Pueblos sind keine Freizeitparks. Sie sind ein Heim und sollten als dieses respektiert werden. Bitte gehen Sie nicht einfach in Häuser hinein, ohne vorher eingeladen worden zu sein.
• Das Fotografieren ist ein besonders sensibles Thema: Gebühren und Beschränkungen sind von Pueblo zu Pueblo verschieden und ändern sich je nach Veranstaltung. Versuchen Sie nicht zu fotografieren, Tonaufnahmen zu machen oder zu zeichnen, falls es nicht erlaubt ist. Es kann sehr peinlich werden, wenn man erwischt wird.
• Bestimmte Gebiete einer indianischen Gemeinde dürfen nicht betreten werden. Sie können ausgewiesen sein, müssen aber nicht. Diese Gebiete schließ en Friedhof, zeremonielle Gebäude (Kivas) und Privathäuser mit ein. Klettern Sie bitte nicht auf Mauern und andere Bauten.
• Entfernen Sie bitte keine Kunstgegenstände, Tonscherben oder andere verführerischen Gegenstände.
• Bringen Sie bitte keinen Alkohol oder Drogen mit in das Reservat.

Geologie: Die Geologie New Mexicos zeigt uns eine Landschaft dramatischer Kontraste. Der fünftgrößte Staat der Vereinigten Staaten weist auf mit niedrig gelegenen, wüstenartigen Prärien im Süden, hohen Gebirgszügen im Norden und dazwischen ehrfurchtgebietenden Naturwundern.

Während des Trias, des Jura und der Kreidezeit war der größte Teil New Mexicos von einem prähistorischen Ozean bedeckt, der bis in den nördlichsten Teil des Staates reichte. Der Ozean trocknete in dem Känozoikum aus, und als sich die tektonischen Platten der Erde verschoben, schichteten sich die Rocky Mountains auf.

So begann die Periode der Vulkane, die solch natürliche Gebilde wie Ship Rock hervorbrachten, der sich mehr als 1.700 Fuß (ca. 560 Meter) über den Wüstenboden erhebt und tatsächlich der erodierte Kern eines Vulkans ist. Einer der größten Vulkankrater befindet sich in dem Jemez Gebirge und Material aus seinen Ausbrüchen gelangte bis nach Idaho. Heute ist das Valle Grande ein 176 Meilen großes Gebiet mit wunderschönen grünen Wiesen, Wildblumen und weidendem Vieh.

Little Black Peak in dem Valley of Fires Erholungsgebiet brach vor ca. 1000 Jahren aus und formte mehr als 44 Meilen aus mit Kuppen, Röhren und Höhlen aus dickem und seilartigem Pa-hoe-hoe Lavafluß , einem der besten Beispiele diesen Typs auf dem Festland der USA. Seismische Aktivitäten brachten die ursprünglichen Gebirgszüge New Mexicos und das Rio Grande Rift Valley hervor. Die Sandia, Manzano und Sacramento Gebirgszüge ziehen sich an einer Verwerfungslinie entlang. Parallel laufende Verwerfungslinien bildeten ein gewaltiges Tal heraus, das als das Rio Grande Rift Valley (der Rio Grande Grabenbruch) bekannt ist.

Wasser ist meistens knapp, es bleibt aber eine starke Kraft in der Herausbildung einiger der schönsten charakteristischen Merkmale New Mexicos. Wenn das Grundwasser zirkuliert, lagern sich Salz, Gips und Kalkstein ab, um die feinsten und kompliziertesten unterirdischen Höhlen zu bilden. Carlsbad Caverns im Südosten von New Mexico ist berühmt für sein Höhlensystem, das eines der größten auf der Welt ist. Falls die Decke einer Höhle nicht stabil ist, fällt sie in sich zusammen und es entsteht ein Loch oder ein See. Obwohl der Name eines Staatsparkes ein bisschen übertrieben scheint, wurde der Bottomless Lakes State Park (Seen-ohne-Grund Staatspark) doch auf diese Weise gebildet.

Lake Lucero, des Namens nach einem See, enthält kein Wasser. Das ist gut so, denn Wasser würde nur den Gipssand auflösen, aus dem die riesigen Dünen bei White Sands National Monument in der Nähe von Alamogordo bestehen. Sie bedecken 712 Quadratkilometer und White Sands ist somit der Welt größtes Gipsdünenfeld.

Fauna und Flora: Sechs der sieben Lebensräume auf der Erde befinden sich in New Mexico. Solch eine Vielfalt schafft eine sehr abwechslungsreiche Tier- und Pflanzenwelt. Das südliche Viertel von New Mexico repräsentiert den Lower Sonoran Lebensraum, der normalerweise unterhalb von 1.500m zu finden ist. Diese dürren Prärien bieten Lebensraum für den Cholla-Kaktus, den Feigenkaktus, den Kreosot-Busch und die Yucca sowie für Cottonwood (Pappelart) und Oliven- und Zedernbäume. Neben der Pronghorn-Antilope und dem äußerst scheuen Berglöwen streifen Wildschweinherden durch dieses Gebiet. Auch giftige Klapperschlangen, Skorpione, giftige Tausendfüßler und Taranteln trifft man häufig an.

Die Hauptgebirgszüge New Mexicos repräsentieren den Upper Sonoran Lebensraum, der sich zwischen 1.500m bis 2.200m erstreckt. Während Tiere aus den niederen Regionen in diesem höheren Gebiet mit Kakteen und Wüstengras gut leben können, werden die Yucca und der Kreosot von Pinien, Eichen und Wacholderbäumen abgelöst.

Der größte Teil der nördlichen Mitte New Mexicos stellt die Transition Zone (Übergangsgebiet) dar, zwischen 2.200m und 2.800m gelegen. Hier herrschen die Ponderosa-Kiefer, die Eiche, der Wacholder, die Fichte und die Douglas- Tanne vor. Das kühlere und auch feuchtere Klima erlaubt ein reicheres Tierleben und es gibt Wildblumen im Überfluss . Schwarzbären, Elche, Rotwild, Berglöwen, Wachteln und der wilde Truthahn können in entlegenen Gebieten gesehen werden. Vom späten Frühjahr an bis in den frühen Herbst hinein ist das Land ein Blütenmeer an Akelei, Pennyroyal (wohlriechendes Kraut, enthält ätherisches Öl) und dem New Mexico Kreuzkraut.

Weniger als zwei Prozent der höheren 6 Berge in New Mexico repräsentieren die Canadian Life Zone, den kanadischen Lebensraum. Es sind dies genau genommen die White, Mogollon, Jemez, San Juan und Bereiche der Sangre de Cristo Berge. Dieser Lebensraum ist Heimat für eine Menge Rotwild und Elche, die im Winter in die niederen Höhen ziehen. Unter den hier häufig anzutreffenden Bäumen befinden sich Fichten, Espen und Tannen.

Die luftigen Bergeshöhen, zwischen 3.150m und 4.000m gelegen, umfassen die Hudsonian Zone, den Hudson Lebensraum, mit seinen starken Schneefällen und einer kurzen Wachstumsperiode. Dort können nur die robustesten Arten überleben. Mufflon, Elche, Bergziegen, Murmeltiere, kleine Nagetiere und Vögel leben zwischen Zwergkiefern, Blautannen und sub­ alpinen Fichten.

Die Alpine Zone, den alpinen Lebensraum, trifft man nur an den Berggipfeln über 4.000m an, wie z.B. dem Wheeler (13.161 Fuß , 4.318m) und noch weiteren in dem Gebiet des Enchanted Circle. Pikas (kleine Kaninchenart) und Murmeltiere überleben in dieser baumlosen Region dank einiger windgebeugter Zwergkiefern und Wildblumen, die während eines kurzen Sommers blühen.

Gila Cliff Dwellings National Monument - New Mexico Department of Tourism, Jim Orr
International Balloon Fiesta in Albuquerque - New Mexico Department of Tourism
Angel Peak Recreation Area - New Mexico Department of Tourism, Jim Orr
Chaco Culture National Historical Park - New Mexico Department of Tourism
Santa Clara Buffalo Dancers - New Mexico Department of Tourism
Santa Fe Indian Market - New Mexico Department of Tourism, Mark Nohl
San Diego Canyon - New Mexico Department of Tourism, Jim Orr
Auf dem Rio Grande bei Taos - New Mexico Department of Tourism

Fremdenverkehrsamt für New Mexico

New Mexico Dept. of Tourism
Neumarkt 33
50667 Köln
Tel.: 0221 – 2336406
Fax: 0221 - 2336450
E-Mail
enchantment@newmexico.org
Webseite:
www.newmexico.org

  Die Staatsflagge von New Mexico
     
Bosque del Apache National Wildlife Refuge
- New Mexico Department of Tourism
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