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Connecticut Hier betten sich reiche New Yorker und Prominente in stolzen Landsitzen. Connecticut ist der Gateway nach Neuengland. Viele Touristen lassen den drittkleinsten US-Staat auf ihrem Weg von oder nach New York City unbeachtet hinter sich. Zu Unrecht wird das etwa 3,5 Millionen Einwohner zählende Connecticut als Schlafstadt wohlhabender New Yorker angesehen. Auf kleinem Raum bietet es quirlige Städte, unberührte Natur, Buchten und Strande am Long Island Sound, die Ausläufer der Appalachen im Norden - und amerikanische Geschichte. In Connecticut entstand die erste Verfassung der Neuen Welt. ,,Constitution State" steht deshalb auf den Nummernschildern. In der Nähe der heutigen Hauptstadt Hartford gründete der Holländer Adrian Block 1633 eine Handelsniederlassung. Zwei Jahre später kamen die ersten englischen Siedler. Als Hartford-Kolonie gaben sie sich bereits 1639 eine Verfassung, die „Fundamental Orders of Connecticut", die in die Geschichte einging. Auch die späteren Ereignisse um das Segelschiff Amistad, die Steven Spielberg in dem gleichnamigen Film schildert, weisen auf die Gesinnung der Menschen von Connecticut hin: Es ist das Jahr 1839. In den Gewässern vor Kuba gelingt 59 afrikanischen Sklaven eine Revolte. Sie wollen in ihre Heimat zurück. Doch statt nach Afrika segelt die Amistad in den Long Island Sound. Statt frei zu sein werden sie in Connecticut inhaftiert. Die Spanier fordern ihre Auslieferung. Doch Gegner der Sklaverei, die besonders in Connecticut zahlreich vertreten sind, plädieren für ihre Freilassung. Zwei Jahre später, 1841, gibt der Oberste Gerichtshof der Forderung statt. Ein bedeutendes Zeichen gegen die Sklaverei ist gesetzt. Zehn Monate später können die noch 35 Überlebenden der Amistad nach Afrika zurückkehren. In Mystic an der Küste von Connecticut entstand vor einigen Jahren ein Nachbau des Sklavenschiffs, der nun entlang der Ostküste bis zu den Bermudas segelt. Manchmal legt der stolze Zweimast-Schooner auf seinem Weg auch im Hafen von New Haven an. Mystic, New London, Groton und Stonington haben eine lange maritime Tradition. New London ist Sitz der U.S. Coast Guard Academy, Groton ist für den U-Boot-Bau berühmt. In Mystic Seaport wird die Seefahrergeschichte der Küstenorte lebendig. Mit viel Aufwand versetzt das Freilichtmuseum seine Besucher jeden Tag in das 19. Jahrhundert. Nicht weit nördlich von Mystic geht es im Mashantucket Pequot Museum und Research Center um indianische Geschichte. Es befindet sich ganz in der Nähe des Foxwood Resort Casinos, dem einnahmestärksten Kasino der Welt. Von den Mashantucket-Pequot-Indianern hat Connecticut seinen Namen. Qinnehtukqut nannten sie den landschaftlich den längsten Fluss Neuenglands, der den Bundesstaat in der Mitte durchfließt. Falsch ausgesprochen entwickelte sich daraus Connecticut. Während New-York-Pendler meist in den Städten im Südwesten anzutreffen sind, zieht es die New Yorker Prominenz in den landschaftlich schönen Nordwesten. Litchfield County und der gleichnamige, pittoreske Ort sind ihr Domizil. Mark Twain, den wohl bekanntesten Wahlbürger Connecticuts, zog es schon 1874 aus Missouri nach Hartford. Hartford war seiner zeit eines der reichsten Städte des Ostens. Heute kann man die Hochhäuser der Innenstadt bedenkenlos hinter sich lassen und gleich zu Mark Twains Haus, der ehemaligen Nook Farm außerhalb des Stadtzentrums, fahren. Das Wohnhaus von Harriet Beecher Stowe, Twains Nachbarin und Autorin von ,,Onkel Toms Hütte" sollte man auch nicht verpassen.Fakten: |
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